Nach der für Erik Stoppenbrink sehr erfolgreichen Westdeutschen Rangliste, bei der er den sechsten Platz belegte, stand am 16./17. Dezember mit der Westdeutschen Meisterschaft das nächste Turnier auf westdeutscher Ebene statt. Durch die Ausrichtung in Lohmar war die Teilnahme mit einer Anreise von ca. 2,5 Stunden verbunden, was ihn dazu verleitete schon am Vortag anzureisen, um am Samstag um 10 Uhr topfit starten zu können.

In der Gruppe D des 48er Starterfeldes traf Erik dann gleich auf drei alte Bekannte. Johannes Moerland (Borussia Düsseldorf) und Max Jöbges (TTC indeland Jülich) waren auch schon bei den Top 32 und Top 24 in Eriks Gruppe, ein sehr amüsanter Zufall, der ihn jedoch positiv stimmte. Gegen beide Spieler konnte er sich bisher immer relativ deutlich durchsetzen. Tim Artarov (1.FC Gievenbeck) komplettierte die Gruppe und war zugleich der Favorit auf den Gruppensieg. Auch gegen Tim spielte Erik schon häufiger, hatte bis hier jedoch eine leicht negative Bilanz. Erik startete mit einer Zitterpartie gegen Moerland in der er sich jedoch am Ende mit 3:2 durchsetzen konnte. Der Start war somit, trotz nicht ganz überzeugender Leistung geglückt. Das nächste Spiel konnte er dann souveräner mit 3:1 gegen Max Jöbges für sich entscheiden. Im Duell gegen Artarov ging es also um den Gruppensieg und gleichbedeutend damit um das direkte Weiterkommen in die K.O.-Runde. Artarov spielte stark auf und konnte Erik sein sehr offensives Spiel aufzwängen. Am Ende gewann er verdient mit 3:1. Erik musste sich somit am selben Tag in der Zwischenrunde durchsetzen, um am Sonntag in der K.O-Runde teilnehmen zu können. Hier traf er auf Marco Stefanidis (TTC Schwalbe Bergneustadt) gegen den er zuvor noch nie spielte. Zunächst sah es nach einem deutlichen Sieg für Erik aus. Bei einer 2:0 Führung in Sätzen vergab er zwei Matchbälle und musste in den vierten Satz. Auch hier vergab er weitere Matchbälle, konnte aber den sechsten Matchball nutzen und schlug Stefanidis somit verdient mit 3:1. Gleichbedeutend damit durfte Erik eine weitere Nacht in Lohmar übernachten, um am Sonntag zu zeigen was er kann.

Etwas unglücklicher verlief es im Doppel, wo Erik zusammen mit Jan Luca Reckmeyer (Post SV Gütersloh) aufschlug. In der ersten Runde konnten sie sich klar mit 3:0 durchsetzen. In Runde zwei mussten sie sich jedoch mit einer deutlichen Niederlage gegen zwei Spieler, die ebenfalls für den Bezirk OWL aufschlugen, aus dem Doppelwettbewerb verabschieden.

Am Sonntag hieß der Gegner im Achtelfinale Jörn Steinwachs (Borussia Düsseldorf), der im gesamten Turnier an Position zwei gesetzt war und somit Mitfavorit auf den Titel war. Zuvor gab es dieses Duell schon bei den Top 12, wo sich Steinwachs mit 3:2 durchsetzte. Satz eins ging an Erik, wodurch einen Sieg und die Überraschung möglich wurde. Die nächsten beiden Sätze entschied jedoch Steinwachs für sich. In einem starken Spiel gewann Erik dann den vierten Satz. Somit ging es wie schon bei den Top 12 in den Entscheidungssatz. Mit einem spektakulären Ballwechsel ging Erik zum Seitenwechsel mit 5:3 in Führung, der Sieg war zum Greifen nah. Am Ende hatte Jörn Steinwachs jedoch das glücklichere Ende und gewann knapp mit 11:9. Einen weiteren bitteren Beigeschmack brachte die Auslosung mit sich. Bei einem Sieg wäre Erik im Viertelfinale auf Till Hübner (Sportverein Bergheim) getroffen, den er zuletzt immer deutlich besiegen konnte. Mit etwas Glück wäre ein Podestplatz also möglich gewesen. Nichtsdestotrotz konnte Erik auch bei den Westdeutschen Meisterschaften mit einer starken Leistung wieder beweisen, dass er zu den zu den besten Jugendspielern in Westdeutschland gehört.