Am vergangenen Wochenende glänzten die Turnerinnen nicht nur in ihren nagelneuen Turnanzügen. Der in Rheda stattfindende Landespokal hätte an Wettkampfbedingungen besser nicht sein können. Petra Beckstett und ihr Team bestachen einmal mehr durch die hochwertige Geräteausstattung und eine hervorragende Organisation.

Nicht zuletzt präsentierten sich aber auch die Turnerinnen der KTV Alt Ravensberg glänzend. Trotz kurzer Vorbereitungszeit überraschten sie mit tollen Übungen und bereits ansehnlicher Fitness.

Morgens starteten die Jüngsten (11- 13 Jahre) im Wettkampf der Leistungsklasse 2.  Krankheitsbedingt konnte Louisa Bartel nur am Stufenbarren eingesetzt werden.  Doch davon ließen sich Lena Hambrock, Lea-Ros Manjooran sowie Carla und Franzi Tillmann nicht verunsichern. Mit Höchstwertungen am Sprung und Schwebebalken stürmten sie auf Platz zwei hervor und verpassten das oberste Treppchen nur haarscharf. Auch das zweite KTV-Team konnte das Treppchen erklimmen. Emma Weeske, Alexa Erdmann,  Leonie Schmidt, Lana Savic und Elena Döinghaus glänzten vor allen Dingen am Boden und freuten sich ausgelassen über Rang drei. Auch in der Einzelwertung waren die KTV-Turnerinnen weit vorne zu finden. Lena Hambrock als Zweite und  Lea-Ros Manjooran, Carla Tillmann und Emma Weeske auf den Rängen drei bis fünf gehörten zu Westfalens Besten in dieser Alters- und Leistungsklasse.

Auch in der Altersstufe 14- 17 Jahre konnten die KTV-Turnerinnen überzeugen. Nach solidem Einstieg am Stufenbarren, gelangen sichere Übungen auf dem Schwebebalken. Fehlte am Boden noch die ein oder andere Schwierigkeit, konnte man am Sprung die meisten Punkte aller Teams sammeln. Leonie Freitag, Emily Poggenklas, Lisa Gründling, Hannah Weeske, Linda Ebert und Kira Hardekopf schlossen den Wettkampf auf Platz fünf unter 10 Mannschaften ab.

Die schwierigsten Leistungsanforderungen hatten die Turnerinnen in der Leistungsklasse 1 zu bewältigen. Die drei Oberliga-Mannschaften KTV Dortmund, KTV Alt Ravensberg und TV Ibbenbüren lieferten sich ein packendes Rennen um die vorderen Plätze, bei dem auch die Startgemeinschaft TVE Greven/SG Coesfeld kräftig mitmischte. Das Publikum bestaunte hochkarätige Übungen, mit denen so kurz nach den Sommerferien wohl kaum jemand gerechnet hatte. Ebenfalls am Start war Alt Ravensbergs zweite Garde, die im Oktober um den Aufstieg in die Oberliga kämpfen darf. Beginnend am Barren setzte das KTV-Team direkt ein Ausrufezeichen. Sauber vorgetragene Übungen katapultierten die Teams weit nach vorne. Auch am Schwebebalken wussten viele Turnerinnen zu überzeugen, auch wenn es in der einen oder anderen Übung noch kleinere Wackler zu verzeichnen gab. Madeleine Güth zimmerte den Rückwärtssalto perfekt in den Stand, während Carmen Johannhardt und Lisa Rudorf mit exzellenter Gymnastik beeindruckten. Auf heimischen „Moskauboden“ fabrizierten die KTV-Turnerinnen anschlie0end ein wahres Feuerwerk auf das 12x 12m große Bodenquadrat. Mit Salti, Schraubensalti und verschiedensten gymnastischen Sprüngen schraubten sich die Turnerinnen himmelwärts und begeisterten das fachkundige Publikum. Auch am Sprung überzeugten die Turnerinnen mit ihren sauber ausgeführten Sprüngen. Die KTV Alt Ravensberg 1 mit Alicia Kröll, Madeleine Güth, Elena Seifert, Pia Niehaus und Lisa Hansmann musste nur der KTV Dortmund den Vortritt lassen und jubelte über Rang zwei im Gesamtklassement. Auf Rang drei und vier folgten der TV Ibbenbüren und die SG TVE Greven/SG Coerfeld.  Auch die KTV Alt Ravensberg 2 mit Sinja Struve, Carmen Johannhardt, Hannah Strotmann, Alexandra Mens und Lisa Rudorf, die Platz fünf erreichte, kann sehr zufrieden sein. Mit Alexandra Mens, Lisa Rudorf und der erst zwölfjährigen Sinja Struve feierten gleich drei Turnerinnen Wettkampfpremiere unter „den Besten der Besten“.

Neben dem Landespokal-Wettkampf turnten die Turnerinnen auch um die Qualifikation für die Verbandsmannschaft, die im November beim Bundespokal Westfalen gegen die anderen Landesturnverbände vertreten wird. Die Nominierung erfolgt nach der Auswertung der einzelnen Gerätewertungen.