Louisa Bartel und Hanna Busche stürmen auf das Treppchen

Die besten Nachwuchsturnerinnen Westfalens trafen sich am vergangenen Samstag in Dortmund, um die Meistertitel der Altersklassen 7- 11 auszuturnen. Mittendrin dabei waren die Steinhagener Kunstturnerinnen. Louisa Bartel startete mit einer tollen Bodenübung mit Überschlag- Strecksalto, freiem Rad und Strecksalto rückwärts. Auch beim Sprung konnte die Zehnjährige überzeugen. Leider misslangen zwei Schwierigkeiten am Stufenbarren, die das Turntalent weit zurück warfen. Scheinbar war der Ärger am nächsten Gerät noch nicht ganz abgehakt: Am Schwebebalken unterliefen Louisa kleine Flüchtigkeitsfehler.  Dennoch kann sie sehr stolz sein, sich bis zur Altersklasse 10  im schwierigsten Wettkampfprogramm mit Westfalens besten Turnerinnen gemessen zu haben und stets vorne dabei gewesen zu sein. Diesmal musste sie, in Abwesenheit der amtierenden Westfalenmeisterin Mirja Gutzeit, Alina Reker vom TVE Greven den Vortritt lassen und platzierte sich auf Rang zwei.

Maike Landwehr ist im vergangenen Jahr ein riesengroßer Leistungssprung gelungen. Als sogenannte Quereinsteigerin gelang es ihr, nahezu alle Anforderungen der Altersklasse 9 zu bewältigen. Erstmals präsentierte sie beispielsweise die Akro Rondat-Flick-Flack- Rückwärtssalto. Auch der kräfteraubende Schweizerhandstand und der Bogengang gelangen am Schwebebalken. Mit Platz sechs gehört die Achtjährige nun zu den besten Turnerinnen Westfalens der Altersklasse 9.

Hanna Busche und Mette Althof starteten in der Altersklasse 8 und hatten es mit der größten Konkurrenz zu tun. Beide Turnerinnen konnten im Vergleich zum Frühjahrswettkampf eine deutliche Leistungssteigerung vollziehen. An allen vier Geräten waren beide nun viel sicherer und die Ausführungen der Elemente präziser. Leider klappten bei Mette Althof die Kippen am Stufenbarren noch nicht, so dass sie mit Platz 19 Vorlieb nehmen musste. Hanna Busche turnte einen sehr konzentrierten und konstanten Wettkampf und durfte bei der Siegerehrung freudestrahlend das Treppchen betreten und den Bronzepokal entgegen nehmen.

Vergleicht man die Trainingsbedingungen der Stützpunkte Detmold, Dortmund und Greven (alle haben eine spezielle Gerätturnhalle) mit denen der Turnerinnen der Spvg Steinhagen (bei jedem Training müssen alle Geräte auf- und wieder abgebaut werden), dann ist der Erfolg der Schützlinge von Claudia Peterk und Kirsi Rohmeier umso höher zu bewerten und gibt viel Motivation, an der Förderung des heimischen Nachwuchses festzuhalten.

Gleichzeitig fand auch der Projektwettkampf der Landesleistungsstützpunkte Westfalens statt. In allen Altersklassen konnte der Stützpunkt Detmold den Sieg einfahren. Hanna Busche (AK 8) und Maike Landwehr (AK 9) trugen als Zugehörige des Stützpunkts Detmold zum Erfolg bei.