Es ist schon eine Auszeichnung, überhaupt auf einem so großen Wettkampf starten zu dürfen. Westfalens beste Nachwuchsturnerinnen im Alter von sieben bis elf Jahren trafen sich am vergangenen Wochenende zu den WTB-Nachwuchswettkämpfen in Bielefeld.

Mittendrin die Turnerinnen der Spvg Steinhagen.  Morgens feierte Ivana Cutler ihre Wettkampfpremiere in der AK 7. Besonders am Balken zeigte sich noch ihre große Nervosität. Verständlich, wenn man bedenkt, dass die sechsjährige noch nie auf einem Wettkampf gestartet ist. Auch wenn es diesmal „nur“ für Platz zwanzig reichte,  das  kleine Turntalent hat noch ganz viele Wettkämpfe vor sich und wird sicherlich noch viele Erfolge feiern können.

Ein klein wenig routinierter sind da schon die Turnerinnen der Altersklasse 8. Enid Cutler und Hanna Busche wäre es fast gelungen, die schwierigen Kippe am Stufenbarren zu schaffen. Die zweit- und dritthöchste Wertung an diesem Gerät zeigt aber das Potential der beiden Turnerinnen. Mette Althof gelang anschließend eine schöne Schwebebalkenübung. Enid Cutler konnte diese noch toppen, indem sie trotz Sturz beim Rad die höchste Wertung aller Turnerin erturnte. Die Akribie, mit der  Trainerin Claudia Peterk die Turnküken vorbereitet hatte, zahlte sich nun aus. Auch am Boden überzeugten die Steinhagenerinnen mit exakten Übungsausführungen. Einzig am Sprung hinkt das Trio den Spitzenturnerinnen ihrer Altersklasse noch hinterher.

Wettkampfpremiere auf Westfalenebene feierte Maike Landwehr. Als Quereinsteigerin stellte sie sich den schwierigen Anforderungen der Altersklasse neun.  Nach überzeugender Bodenübung gelang der Achtjährigen ein toller Handstützüberschlag über den Sprungtisch. Am Stufenbarren aber flatterten die Nerven. Gleich zweimal musste Maike die Holme verlassen. Doch von dem Fauxpas ließ sich das Turntalent nicht beeindrucken. Sicher präsentierte sie anschließend die Balkenübung, bei der sogar der schwierige Bodengang gelang.

Großes Pech hatte Louisa Bartel. Wochenlang hatte sie sich auf das schwierige Programm der Altersklasse 10 vorbereitet und hatte gute Chancen, einen Treppchenplatz zu ergattern. Doch eine Krankheit zog ihr einen Strich durch die Rechnung. Traurig konnte sie den Wettkampf nur von der Tribüne mitverfolgen.